Positive Begegnungen begegnen uns täglich. Jeden Tag passiert es. Jemand erzählt dir etwas Witziges oder schildert dir eine Situation und irgendwie erinnert dich das Gesagte an etwas ähnliches, das du selbst mal erlebt hast. Und plötzlich – musst du lächeln. Irgendwo tief im Erinnerungs-Sammelsurium deines Kopfes gibt es eine Szene, die sich bildlich vor deinem Auge abspielt, da du sie positiv in Erinnerung behalten hast.

Du hast sie erlebt mit einer Person, der du in deinem Leben irgendwann einmal begegnet bist. Und da! Es ist passiert! Eben in diesem Augenblick passiert, dass du der Person erneut begegnet bist. In deinem Kopf.

Anderer Tag, anderes Ereignis: Du läufst durch die Straßen, bist in Eile, hast noch Unmengen an Erledigungen im Kopf, die du heute alle noch umsetzen willst. Du biegst ab und wirst angesprochen. Mit einem „Hey, lange nicht gesehen. Wie geht es dir?“ Langsam hebst Du deinen Kopf und zack – eine erneute Begegnung mit einem Menschen, der positive Erinnerungen in dir hinterlassen hat. Du musst lächeln.

Es hat schon seine Gründe, weshalb wir nicht alle Begegnungen aus der Vergangenheit mit in unsere Gegenwart nehmen können und diese nicht kontinuierlich ein präsenter Teil unseres Lebens bleiben. (Wirklich berechtigte Gründe, denn ein Mensch kann nun einmal nicht gleichzeitig mit hunderten Menschen sehr eng befreundet sein und alle täglich sehen – dafür reicht die Zeit allein schon nicht aus. Ist plausibel, oder?) Dennoch waren sie mal ein Teil unseres Lebens:

Ehemalige Studienkollegen, mit denen man echt lustige Zeiten in Vorlesungen erlebt hat und nicht mehr missen möchte.

Die ehemalige Chefin, die einen für das Berufsleben wirklich positiv geprägt hat und deren Sprüche einem immer wieder, selbst im Alltag, einfallen und wir sie wiederum weitergeben, weil sie uns so gut gefallen.

Alte Schulfreunde, denen man in der Innenstadt beim Besuch der Heimat begegnet und mit denen man schöne Geburtstagsfeiern als Kind verbracht hat.

Den ehemaligen Nachbarn, mit dem man immer wieder nette Pläuschchen von Balkon zu Balkon abgehalten hat und immerhin gemeinsam 10 Jahre Haustür an Haustür gelebt hatte.

Einen ehemaligen Arbeitskollegen, den man auf der Berufsmesse trifft und an die lustigen Firmenfeiern erinnert wird, von denen es noch Fotos in der Firmenzeitschrift gibt. Eventuell kramt man sie dann zu Hause wieder aus, da man sie sich gerne mal wieder anschauen würde.

Die eigenen Familienangehörigen, mit denen man nicht mehr in Kontakt steht, da die Einstellungen doch unterschiedlicher sind, als man dachte und sie zuletzt zu häufig zu Konflikten geführt haben. Doch hatte man gemeinsame Lacher und schöne Erinnerungen auf Familienfesten, die uns ebenso geprägt haben.

Und ja auch die Ex-Freundin des eigenen Partners gehört dazu, der man in der Stadt beim Einkaufen begegnet und man sie nett grüßt. Denn im Grunde genommen ist man doch froh, dass es sie mal gab. Auch sie hat unseren jetzigen Partner – durch ihrer beiden Begegnung in der Vergangenheit – geprägt.

All diese Prägungen und Begegnungen sind so wichtig und geben uns das gewisse Etwas im Leben, das es lebenswert macht. Die wenigsten schaffen es in den engeren Dunstkreis, darum geht es hierbei gar nicht. Wie oben beschrieben ist es nur realisitisch, völlig normal und okay, dass man nicht zu allen den engsten Kontakt beibehalten kann.

Und doch ist man froh, dass man alle kennenlernen durfte und ihnen begegnet ist. Oft wird es nämlich nicht bewusst wahrgenommen, dass all jene Begegnungen uns zu dem gemacht haben, was wir heute sind. Ein Mensch mit vielen Prägungen, dank derer, die uns dazu verholfen haben. Und auch wenn ein Kontakt mal 5 Jahre pausiert und nach dieser Zeit eine Nachricht über social media eingeht, weil man gefunden wurde oder man um die Ecke biegt und dabei eine unserer Begegnungen vor uns steht. Schöne Erinnerungen ploppen auf und zaubern uns direkt ein Lächeln aufs Gesicht.

Jedem meiner Begegnungen Danke zu sagen ist nicht möglich. Daher auf diesem Wege, für all jene, denen ich selbst begegnet bin und die das jetzt lesen:

Danke!

Und für all jene, die den Beitrag zu kitschig oder emotional finden:
Hey Leute, wir stecken mitten in einer Pandemie:. Wer ist/war da bitte nicht emotional? 🙂

Dennoch hast du bis hierher gelesen und dich vielleicht an die eine oder andere Begegnung in Deinem Leben erinnert. Das war es mir wert. Gerne!

Danke Dir fürs Lesen!

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